Was ist Perimeterschutz?

Erfahren Sie alles rund um das Thema Perimeterschutz.

Grundlagen Perimeterschutz

Perimeterschutz oder auch Freilandschutz bedeutet ein Objekt mithilfe von mechanisch, organisatorisch oder personellen Ma√ünahmen zu sch√ľtzen. Die Perimetersicherung kann aus Z√§unen, Videoanlagen, Detektionssystemen oder Alarmanlagen bestehen.

Herkunft des Begriffs Perimeterschutz

Das Wort Perimeter setzt sich aus dem altgriechischem Wort peri = ‚Äěum herum‚Äú und metron = ‚ÄěMa√ü‚Äú zusammen. In der Sicherheitsbranche wird von Perimetern gesprochen, wenn ein Bereich von einem anderen abgegrenzt wird. Es gilt dabei die Perimeter zu sch√ľtzen mithilfe technischer Hilfsmittel wie zum Beispiel einer Zaun- oder Videoanlage. Daraus ergibt sich die Bedeutung des Perimeterschutzes.

Schutz der Außenhaut von Liegenschaften

F√ľr den effektiven Schutz einer Liegenschaft ist es erforderlich potenzielle T√§ter bereits in den Vorwegen zu stoppen. Der Kern einer Liegenschaft kann mit verschiedenen Sicherheitsebenen gesch√ľtzt werden. Die erste Ausbaustufe beinhaltet beispielsweise eine Zaunanlage. Danach folgt ein Detektionsstreifen, welcher mithilfe von Laser, Infrarot oder Videobildern eine zuverl√§ssige Alarmierung eines Angreifers zul√§sst. Zur Verdeutlichung zeigt das nachfolgende Bild die Unterscheidung zwischen Perimeter und dem Schutzobjekt.

Das Bild zeigt eine Skizze zum Thema Perimeterschutz

Gefahrenanalyse und Schutzziele

Damit die Schutzma√ünahmen f√ľr eine Liegenschaft bestimmt werden k√∂nnen muss zun√§chst eine Gefahrenanalyse durchgef√ľhrt werden. In dieser Analyse werden die potenziellen Bedrohungen f√ľr das Schutzobjekt bestimmt. Dazu ist es notwendig die Lage vor Ort zu pr√ľfen und die Gefahren von gezielten und ungezielten Angriffen, sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeiten zu ber√ľcksichtigen. Daraus ergibt sich dann ein Schutzma√ünahmenkatalog, der sowohl organisatorische, mechanische und elektronische Ma√ünahmen zur Einhaltung des Schutzziel beinhalten kann.

Freigel√§nde√ľberwachung mithilfe von Video√ľberwachung

Video√ľberwachung bildet einen elementaren Bestandteil des Perimeterschutzkonzeptes, da durch die Sichtfelder der Kameras am Perimeter Gefahren fr√ľhzeitig erkannt werden k√∂nnen. Des Weiteren lassen sich durch √úberwachungskameras gro√üe Perimeterzonen zuverl√§ssig und personalsparend √ľberwachen. Besonders in der Dunkelheit kann die Video√ľberwachungsanlage mithilfe der Nachtsichtfunktion und erg√§nzenden Infrarotscheinwerfern das Freigel√§nde vor und hinter dem Perimeterbereich vollumf√§nglich sch√ľtzen. Die hohe Lichtempfindlichkeit und Bildaufl√∂sung von modernen IP-Videosystemen erlauben neue Ma√üst√§be in der Perimeter√ľberwachung.

Integriertes Perimeterschutzkonzept mit Videosensorik

Moderne IP-gest√ľtzte Video√ľberwachungssysteme erlauben zuverl√§ssige Objekterkennung mithilfe von Videoanalyse. Die strategischen wichtigen Punkte des Perimeters werden durch √úberwachungskameras gesch√ľtzt und k√∂nnen im Ernstfall eintretende Objekte zuverl√§ssig detektieren. Dabei handelt es sich nicht um eine blo√üe Pixelbewegungserkennung, welche bereits bei kleinsten Ver√§nderungen in der Bildszene einen Fehlalarm ausl√∂sen k√∂nnen, sondern um Mustererkennung von Personen oder Fahrzeugen. Dadurch ist es m√∂glich bei unterschiedlichen Licht- und Wetterverh√§ltnissen zuverl√§ssige Alarmierungsszenarien mit geringer Fehlalarmquote zu implementieren. Die Technik erlaubt eine automatische Alarmierung ohne permanente personelle Aufmerksamkeit auf die Videobilder in der Wachzentrale.

Tätervertreibung mit Lautsprechern am Perimeter

Die mechanischen Sicherungsma√ünahmen k√∂nnen durch den Einsatz von Lautsprechern erg√§nzt werden. Potenzielle Angreifer k√∂nnen √ľber die Video√ľberwachungsanlage am Perimeter gesichtet und √ľber dort installierte Lautsprecher direkt angesprochen werden. Dadurch k√∂nnen Personen bereits vor dem Perimeterbereich aufgefordert werden das Gel√§nde zu verlassen.

Perimeterschutz mit Videofern√ľberwachung

Der Perimeterschutz kann auch √ľber eine entfernte Wachzentrale gew√§hrleistet werden. Diese kann √ľber das angebundene System Alarme verwalten oder die Videobilder in der Liveansicht √ľberwachen. Dadurch k√∂nnen Ressourcen gespart und viele Liegenschaften zentral √ľberwacht werden. Mehr Informationen zum Thema Videofern√ľberwachung finden Sie in unserem Ratgeber.

Alarmierung bei wechselnden Umweltbedingungen

Die Schwierigkeit von autonomen Alarmierungssystemen besteht in den wechselnden Umweltbedingungen am Perimeter. Dabei spielen unterschiedliche Temperaturen, Luftfeuchtigkeit, Licht- und Sichtverh√§ltnisse, sowie verschiedene Wetterlagen eine entscheidende Rolle. Ziel des Perimeterschutz ist es bei jeder Umweltbedingung den Perimeterbereich vollumf√§nglich √ľberwachen zu k√∂nnen. Die Detektion von Objekten wird durch die unterschiedlichen Umweltbedingungen stark beeintr√§chtigt. Folglich muss das Perimeterschutzkonzept an die √∂rtlichen Wettergegebenheiten angepasst werden. Ein paar Beispiele: Hohe Luftfeuchtigkeit und Nebelbildung erschwert massiv die Sicht der Videoanlage, sodass in diesem Bereich erg√§nzende System wie zum Beispiel W√§rmebildkameras unumg√§nglich sind. Des Weiteren muss der Perimeterschutz in K√ľstenn√§he gegen Korrosionssch√§den durch salzhaltige Luft gesch√ľtzt werden.

Reduzierung der Fehlalarmquote

Fehlalarme durch Kleintiere oder Wettereinfl√ľsse wie zum Beispiel Regen oder Nebel kosten Ressourcen und f√ľhren bei √ľberm√§√üiger Anzahl zur fehlenden Aufmerksamkeit des Wachpersonals. Durch den Einsatz von Videoanalyse mit k√ľnstlicher Intelligenz werden nur die relevanten Bewegungen im Sichtfeld der Kamera detektiert. Durch die individuelle Konfiguration jeder einzelnen √úberwachungskamera lassen sich zuverl√§ssige Alarmierungsszenarien implementieren, welche die Fehlalarmquote im Vergleich zu herk√∂mmlichen Systemen massiv reduzieren.

06. September 2021

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